Sie war eine Göttin in der Mythologie Mesopotamiens, verehrt etwa ab 3000 v. Chr. in der Region Sumer (heute Irak). Ihr Name bedeutet übersetzt: „Die Herrin, die den Mund füllt.“ Sie war also wörtlich die Göttin des Genusses – speziell in Form von Bier. Und: Sie wurde nicht nur verehrt, sondern mit einem eigenen Bier-Rezept besungen. Das "Ninkasi-Lied", Eines der ältesten bekannten Bierrezepte stammt aus einem Hymnentext an Ninkasi, auf einer sumerischen Tontafel (ca. 1800 v. Chr.). Dort steht sinngemäß:
„Du bist die, die das Wasser mit dem Gerstenbrot vermischt. Du bist die, die das süße Bier mit Freude fermentieren lässt.“
Das Rezept beschreibt den Brauvorgang mit Brot, Datteln und Kräutern, ganz ähnlich wie bei alten ägyptischen Bieren. Ninkasi verbindet Religion mit Braukunst: Bier war damals nicht nur Alltag, sondern ein Opfer, ein Ritual, ein heiliges Getränk. Sie zeigt: Bierbrauen war Frauensache. In der Frühzeit waren es meist Frauen, Göttinnen oder Priesterinnen, die das Brauwesen beherrschten.
Heute gilt sie als eine Art „Schutzpatronin der Brauer(innen)“.
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