Christian Moerlein war ein echter Hopfenpionier: Geboren 1818 in Truppach (Oberfranken), wanderte er als junger Mann in die USA aus – und brachte das wichtigste mit, was man damals brauchen konnte: deutsches Brauhandwerk und massig Durst auf Erfolg.
1853 gründete er in Cincinnati, Ohio seine eigene Brauerei, die Christian Moerlein Brewing Co.
Mit seinem klaren, untergärigen Lagerbier traf er den Geschmack der Zeit: frisch, sauber, deutsch.
In einer Zeit, in der viele noch Mischgetränke aus Gottweißwas zapften, braute Moerlein nach bayerischem Reinheitsgebot und wurde damit einer der größten Brauer Amerikas.
Sein Bier wurde nicht nur in Ohio, sondern bis nach Europa und Südamerika exportiert, was damals ungefähr so war, als würde man Bier zum Oktoberfest rückliefern.
Christian Moerlein war mehr als ein Auswanderer mit Braukessel, er war ein Transatlantik-Botschafter des Lagerbiers.
Er verband fränkische Wurzeln mit amerikanischem Unternehmergeist und bewies, dass man auch im Wilden Westen ein kühles, sauberes Bier schätzen kann.
Heute lebt sein Name weiter; als Marke, als Brauerei, als Symbol für deutsch-amerikanische Bierkultur mit Haltung.
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