Steve Austin trinkt kein Bier – er demonstriert es. Der WWE-Charakter „Stone Cold“ machte Dosenbier zu einem Symbol für Rebellion, Macht und maximale Respektlosigkeit. Kein Glas, kein Einschenken, kein Schaumkrönchen. Dose auf, Bier rein, Konventionen raus.
Bei Steve Austin ist Bier kein Genuss, sondern eine Ansage. Gegen Autoritäten, gegen feine Etikette, gegen alles, was geschniegelt und glatt daherkommt. Das Bier wird geschüttet, verschwendet, verschmiert – und genau dadurch zum Zeichen: Ich brauche eure Regeln nicht.
Spannend ist dabei der bewusste Kontrast zur klassischen Bierkultur. Während Bier in Europa oft mit Handwerk, Tradition und Respekt verbunden ist, nutzt Austin es als popkulturelle Waffe. Bier als Anti-Eliten-Getränk, als flüssiger Mittelfinger. Gerade deshalb wurde es ikonisch.
Stone Cold zeigt, wie Bier auch funktionieren kann: nicht als Geschmackserlebnis, sondern als Symbol für Freiheit, Trotz und Identität. Laut, grob, überzeichnet – aber wirkungsvoll. Und damit ein faszinierendes Beispiel dafür, wie tief Bier in der Popkultur verankert ist, selbst dort, wo es scheinbar missbraucht wird.
Interessant:
Abseits des Rings blieb Steve Austin dem Bier treu. Gemeinsam mit der kalifornischen El Segundo Brewing Company entwickelte er ein eigenes Bier, das bewusst bodenständig gehalten ist. Kein Craft-Glamour, keine Spielereien, sondern ein kräftiges Lager Bier, das zu seinem Image passt: ohne Schnörkel. Damit wurde aus dem Bier-Symbol der Wrestling-Ära tatsächlich ein echtes Brauprodukt.
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