Was wäre, wenn das Neceonomicon von "evil dead" ein Braurezeptebuch gewesen wäre?

Veröffentlicht am 30. Oktober 2026 um 04:44

Das „Necronomicon Ex-Brew-is“: Das Buch der verbotenen Sude

Es gibt Bücher, die sollte man einfach nicht aufschlagen. Und dann gibt es Bücher, bei denen man besser vorher prüfen sollte, ob sie überhaupt für Menschen bestimmt sind. Das Necronomicon gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Doch was wäre, wenn das geheimnisvolle Buch aus Evil Dead gar kein Buch über Dämonen, Beschwörungen und die Mächte der Finsternis gewesen wäre?

Was wäre, wenn es ein uraltes Braurezeptebuch gewesen wäre?

Stell dir vor, du findest in einer einsamen Waldhütte kein altes, in Menschenhaut gebundenes Buch, das Dämonen beschwört. Stell dir vor, du findest das „Necronomicon Ex-Brew-is“. Die Seiten riechen nicht nach Schwefel, sondern nach uraltem Hopfen, und die Beschwörungsformeln sind in Wahrheit Brauprotokolle, die den Verstand eines jeden Hobbybrauers sprengen würden.

Die erste Seite: Der Fluch der Gärung

​Das Buch beginnt mit einer Warnung, die in blutroter Tinte geschrieben steht: „Wer dieses Bier braut, braut nicht für sich – er braut für das, was unter der Schwelle lauert.“

​Die Rezepte aus dem Abgrund:

  1. ​Deadite-Stout (Das Pechschwarze): Ein Bier, das so dunkel ist, dass es das Licht im Glas verschluckt. Die Hefe stammt aus den Eingeweiden der Untoten. Es schmeckt nach Verzweiflung, gerösteter Eiche und einem Hauch von Grabeskälte. Wer es trinkt, hört die Toten flüstern – oder er hat einfach nur zu viel Alkohol auf nüchternen Magen erwischt.
  2. ​Klaatu Barada Nik-Bier: Das legendäre Lager, das Ash angeblich aus den Tränen eines Deadites gebraut hat. Es ist ein extrem spritziges, goldgelbes Gebräu, das eine seltsame Wirkung hat: Nach dem ersten Schluck wachsen einem metaphorisch (oder buchstäblich) neue Arme, um noch mehr Gläser gleichzeitig zu halten.
  3. ​Der Kettensägen-Weizen: Ein extrem kräftiger, obergäriger Weizenbock. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Kohlensäure schießt so aggressiv aus dem Glas wie eine laufende Kettensäge. Es ist ein Bier für Leute, die „Groovy“ sein wollen, während der Garten vor Monstern wimmelt.

Die Auswirkungen eines „Evil-Dead“-Bieres:

​Wer diese Sude braut, verändert sich. Die Augen leuchten ungesund gelb, man fängt an, in Einzeilern zu sprechen („Groovy“, „Hail to the King, Baby“) und die eigene Kaffeemaschine beginnt, einen zu beleidigen. Die Braupfanne wird zum Portal, und der Hopfenzusatz muss unter ständiger Rezitation von „Klaatu Barada Nikto“ eingerührt werden, sonst explodiert der Kessel.

Warnung: Das Trinken dieser Sude führt unweigerlich zu einem Kater, der sich wie eine dämonische Besessenheit anfühlt. Du wirst am nächsten Morgen in einem Wald aufwachen, dein Kopf wird sich anfühlen, als hätte ihn eine Deadite-Hand bearbeitet, und das einzige, was hilft, ist… nun ja, ein zweites Glas.

 

Bierfakt zum Mitnehmen

Einer der ältesten erhaltenen Belege für ein konkretes Bier-Rezept stammt aus dem alten Mesopotamien: Der Hymnus an Ninkasi aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. beschreibt in poetischer Form den Herstellungsprozess von Bier. Bierrezepte sind also tatsächlich seit mehreren tausend Jahren Teil menschlicher Kultur.

Vielleicht war das Necronomicon deshalb gar nicht so weit von der Realität entfernt.

Nur hätte man bei den alten Rezepten vermutlich etwas weniger Angst vor dem Öffnen der letzten Seite.

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