Wer meint, ein gutes Vollbier bräuchte einen Haufen Schnickschnack, der hat die Rechnung ohne die Privatbrauerei Günther-Bräu aus Burgkunstadt gemacht. Wenn dieses Prachtstück auf dem Tisch steht, wird nicht mehr lange geredet – da wird verkostet und bewertet.
Mit 4,8 % vol Alkohol und einer Stammwürze von 11,8 °P bringt das Hausbrauer Vollbier genau die richtige Portion fränkischen Tiefgang mit, ohne schwer im Magen zu liegen. Im Glas glänzt es in einem satten, feingefilterten Goldgelb, während die Nase direkt von einer kernigen, ehrlichen Malznote begrüßt wird.
Geschmacklich zeigt sich der Braumeister-Liebling von seiner Schauseite: Ausbalancierte Malznoten treffen auf eine dezent kernige Note, die im Abgang von einer sauberen, angenehmen Hopfenherbe eingefangen wird. Hier schmeckt man einfach die handwerkliche Tradition aus Oberfranken, die schnörkellos und verdammt süffig den Durst von der Bank fegt.
Nach einer gewissenhaft durchgeführten und feuchtfröhlichen Runde war das Urteil wie immer einstimmig.
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