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Richmodis Kölsch

Über das Bier

Das Richmodis Kölsch ist so etwas wie der Überraschungsgast unter den Kölschmarken. Viele kennen es nur aus dem REWE-Regal – dabei steckt hinter dem Namen tatsächlich eine lange Kölner Geschichte und eine alte Sage rund um die Adelige Richmodis von Aducht. Seit 2012 wurde die Marke wiederbelebt und wird heute unter Lizenz gebraut.

Kurz gesagt: Ein Kölsch mit mehr Historie, als man dem Etikett erstmal ansieht.

Geschmack und Eindruck

Im Glas zeigt sich das Richmodis typisch kölschhell: klar goldgelb mit weißer, eher zurückhaltender Schaumkrone. In der Nase gibt es leichte Getreidenoten, etwas frische Würze und einen dezenten hopfigen Einschlag – alles eher fein als laut.

Der Antrunk ist mild, schlank und sehr süffig. Eine leichte Malzsüße eröffnet das Bier, bevor sich die typische Kölsch-Trockenheit bemerkbar macht. Im Mittelteil zeigt sich eine angenehme Balance aus Getreide, milder Würze und dezenter Hopfenherbe. Das Bier bleibt dabei bewusst leichtfüßig und unkompliziert – kein Aromafeuerwerk, sondern eher der Typ „läuft einfach“.

Das Mundgefühl ist schlank, frisch und angenehm spritzig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener mit feiner Bittere und genau diesem klassischen Kölsch-Gefühl, bei dem plötzlich schon wieder das Glas leer ist.

Interessantes

Die Marke Richmodis blickt tatsächlich auf eine lange Kölner Brautradition zurück. Bereits im Mittelalter wurde der Name erwähnt, später gehörte die Richmodis-Bräu zeitweise zu den bekannten Kölner Brauereien. Nach mehreren Besitzerwechseln verschwand die Marke zunächst vom Markt, bevor sie 2012 exklusiv für REWE wieder eingeführt wurde.

Spannend ist außerdem die Sage um Richmodis: Der Legende nach wurde sie im 14. Jahrhundert nach der Pest fälschlicherweise für tot gehalten, bis sie plötzlich wieder auftauchte und damit halb Köln erschreckte. Kölsch und skurrile Geschichten gehören eben zusammen.

Fazit

Ein unkompliziertes, mildes Kölsch mit ordentlicher Süffigkeit und mehr Geschichte im Hintergrund, als man vermuten würde. Nicht das charakterstärkste Kölsch der Welt, aber angenehm, frisch und absolut trinkbar.

Oder anders gesagt: Kein Bier für philosophische Verkostungsnotizen, sondern eher für „Komm, noch eine Stange“.

Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. OHG

Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Bierstil: Kölsch

Alkoholgehalt: 4,8 % vol.

Stammwürze: ca. 11,3 °P

Trinktemperatur: 5–7 °C

Bitterwert: -

Gärungsart: obergärig

Note:

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