Ein helles, klares Goldgelb ergießt sich ins Glas, begleitet von einer Schaumkrone, die so schnell das Weite sucht wie die guten Vorsätze am Neujahrsmorgen. Der Duft erinnert charmant an eine Mischung aus feuchtem Keller, Getreidehaufen und der vagen Ahnung von „Gestern war länger als geplant“.
Am Gaumen zeigt es sich dann von seiner schnörkellosen Schokoladenseite – beziehungsweise von seiner Seite als kompromissloser Vorschlaghammer: Der Antrunk ist dünn wie eine Studenten-Matratze, gefolgt von einer malzigen Süße, die sich sofort mit einer metallischen Hopfennote anlegt. Es brennt ein bisschen auf der Zunge, schmeckt nach purem Pragmatismus und hat vor allem eine Eigenschaft: Es fließt. Und zwar so schnell, dass die Leber gar nicht mehr mit dem Protestieren hinterherkommt.
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