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Greif-bräu Hell

Über das Bier

Das Greif-Bräu Hell stammt aus der traditionsreichen Greif-Bräu Forchheim und ist ein echter Klassiker aus der Fränkischen Schweiz. Hier wird seit Jahrhunderten Bier gebraut, nicht für Influencer, sondern für Menschen, die wissen, wie ein ordentliches Seidla schmecken muss.

Kurz gesagt: Kein Lifestyle-Produkt. Kein Trendbier. Sondern: Franken im Glas.

Geschmack und Eindruck

Im Glas zeigt sich das Greif-Bräu Hell in klarem, strahlendem Goldgelb mit einer stabilen, feinporigen Schaumkrone – geschniegelt, aber nicht geschniegelt geschniegelt. In der Nase gibt’s helles Brot, Getreide und einen Hauch Kräuterhopfen. Unaufgeregt, sympathisch, ehrlich.

Der Antrunk ist weich, mild und angenehm spritzig. Eine feine Malzsüße sagt freundlich „Servus“, während die Kohlensäure für Frische sorgt. Im Mittelteil kommen schöne brotige Noten, ein bisschen Honig und eine zurückhaltende Hopfenwürze dazu – alles sauber sortiert, keiner drängelt sich vor. Das Mundgefühl ist leicht bis mittelkräftig, rund und extrem süffig. Im Abgang bleibt eine milde Bitterkeit, leicht trocken, sehr sauber – und plötzlich ist das Glas leer. Komisch, wie das immer passiert.

Interessantes

Greif-Bräu ist eine der ältesten noch aktiven Brauereien Frankens und fest in der Forchheimer Bierkultur verwurzelt. Gebraut wird klassisch mit ausgewählten Malzen, regionalem Hopfen und langer Reifezeit – keine Abkürzungen, kein Schnellschuss. Das Helle steht exemplarisch für diese Philosophie: lieber konstant gut als spektakulär kurz. Besonders im Annafest-Umfeld und in den Kellerwirtschaften rund um Forchheim genießt das Greif-Bräu hohes Ansehen. Wer hier besteht, hat in Franken ohnehin schon gewonnen.

Fazit

Ein ehrliches Helles ohne Allüren. Mild, rund, süffig und gefährlich schnell weggetrunken.

Brauerei Greif | Serlbacher Str. 10
91301 Forchheim | Franken | Deutschland

Bierstil: Helles

Alkoholgehalt: 4,9 % vol.

Stammwürze: - °P

Trinktemperatur: 6–8 °C

Bitterwert: -

Note: 1,9