Wie tranken die alten Germanen wirklich?
Was wir nicht wissen und warum
Was wir nicht wissen und warum
Stell dir vor, du bist ein Germane im ersten Jahrhundert: lange Haare, Fellumhang, Axt in der Hand. Ein römischer Händler will dir edlen Wein andrehen. Du nimmst einen Schluck, schaust ihn ernst an und sagst: „Ganz nett… aber wo ist der Schaum?“ Und schwupps, schon war klar: Wein war den Römern vorbehalten, die Germanen blieben beim Bier – mit voller Überzeugung.
Wenn römische Autoren wie Tacitus, Caesar oder Strabon über germanisches Bier schrieben, klang das selten schmeichelhaft. Manchmal wirken ihre Beschreibungen, als würden sie sich vor einem muffigen, brotigen Sud ekeln, der kaum genießbar war. Doch wie viel davon stimmt wirklich und wie viel war politische Propaganda?
Bier spielte für die germanischen Stämme nicht nur im Alltag, sondern auch in der Religion eine zentrale Rolle. Viele der großen Jahresfeste – Sommersonnwende, Wintersonnwende (Jul), Erntedankfeste – waren ohne Bier kaum denkbar. Es galt als Gabe der Götter, als Lebensspender und als Zeichen des Wohlstands.
Tacitus berichtet: Die Germanen & das Gärgetränk
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