- Bierstil & Steckbrief
- Bierstil: Extremely Strong Imperial Stout / Eisbock
- Alkoholgehalt: Erschreckende 32,0 % vol. (Später sogar übertroffen vom Nachfolger Sink The Bismarck! mit 41 %)
- Beschreibung: Ein pechschwarzes, sirupartiges Monster von einem Bier. Es schmeckt nach dunkler Schokolade, Röstaromen, Kaffeebohnen, rauchigem Torf und einer heftigen Alkoholenote, die sich sanft wie ein brennender Kaminfeuer-Schluck im Hals ausbreitet. Das ist kein Feierabendbier mehr, das ist ein flüssiges Dessert für Chemielabore.
- Die Idee dahinter: Der schottische Größenwahn am Nordpol. Man nehme zwei schottische Punk-Brauer (James Watt und Martin Dickie von BrewDog), die die Faxen dicke haben vom ewigen „Reinheitsgebot-Bravsein“ und dem internationalen „Stärkewettrennen“ der Brauereien. Die Mission: Das damals stärkste Bier der Welt zu brauen, um den deutschen und belgischen Kollegen zu zeigen, wer den längsten (Gärungs-)Atem hat. Der Clou lag in der Methode: Normale Hefe stirbt bei einem so hohen Alkoholgehalt ab. Also braute man ein extrem starkes Imperial Stout, füllte es in Fässer und stellte es für Wochen bei minus 20 Grad in eine schottische Eisfabrik. Da Wasser bei dieser Temperatur früher gefriert als reiner Alkohol, fror das Eis im Fass einfach fest. Die Brauer entferzten das Eis („Eisbock-Verfahren“), wodurch das Wasser entzogen und der Alkoholgehalt auf wahnwitzige 32 % hochkatapultiert wurde. Der Name? Eine ironische Hommage an den kalten Produktionsprozess und die schottische Pinguin-Faszination. Der offizielle Beipackzettel warnte damals allen Ernstes: „Dieses Bier sollte in kleinen, mit Bedacht genossenen Mengen konsumiert werden – am besten in Begleitung einer Zigarre und etwas Käse.“
- Über die Brauerei & Macher
- Die Macher: BrewDog aus Fraserburgh / Ellon (Schottland), die weltbekannten Punk-Rocker der Bierwelt, die mit ihren Marketing-Gags (wie Bier in ausgestopften Eichhörnchen oder ferngesteuerten Panzern) regelmäßig die globale Presse dominieren.
- Die Philosophie: Radikales Craft Beer ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn die traditionelle Brauwelt sagt „Das geht nicht“, fangen die Schotten erst recht an zu lachen und holen das Eisfach raus.
- Preis & Verfügbarkeit
- Preis: Damals für schlanke ca. 30 bis 40 Pfund pro 0,33-l-Flasche (in edler Holzkiste) auf den Markt gebracht – heute unter Sammlern eine absolute Rarität, die auf Auktionen deutlich höher gehandelt wird.
- Verfügbarkeit: Streng limitiert. Die erste Charge war in Rekordzeit ausverkauft, und die Flaschen sind heute heiß begehrte Sammlerstücke für Hardcore-Bier-Geeks.
- Nachweis & Quelle
- Offizielle Register & Dokumentation: Unternehmenshistorie und offizielle Produkt-Release-Dokumente der BrewDog PLC (Schottland).
- Medien & Dokumentation: Weltweit in den Schlagzeilen von BBC, The Guardian und großen Tech- und Lifestyle-Magazinen als Meilenstein des modernen Extrem-Brauens gewürdigt sowie zehntausendfach dokumentiert auf Untappd
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