Wenn der Hallertauer Mittelfrüh der elegante Anzug ist, dann ist der Citra das bunte Hawaiihemd. Er hat die Bierwelt in den letzten 15 Jahren revolutioniert und ist heute aus keinem modernen Pale Ale oder IPA wegzudenken.
Der Steckbrief
- Herkunft: USA (Entwickelt durch Hop Breeding Company)
- Typ: Aromahopfen (wird selten für Bittere, meist für das Aroma eingesetzt)
- Alpha-Säure-Gehalt: ca. 11,0 – 13,0 % (sehr potent)
- Charakter: Intensiv, fruchtig, unverkennbar.
Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?
Der Name ist hier Programm. Wer Citra im Bier hat, merkt das sofort – oft schon beim ersten Riechen am Glas:
- Zitrus: Intensive Noten von Limette und Grapefruit.
- Tropisch: Reife Mango, Passionsfrucht und ein Hauch Litschi.
- Frisch: Ein sehr helles, lebendiges Aroma, das das Bier „spritzig“ wirken lässt.
Wo findet man ihn? (Der Praxistest)
Citra ist der „Go-to-Hopfen“ für alle, die es fruchtig mögen. Suche in deinem Getränkemarkt nach einem „American Pale Ale“ (APA) oder einem „India Pale Ale“ (IPA). Wenn auf dem Etikett „Citra“ steht, kannst du dir sicher sein, dass du eine ordentliche Portion Zitrus- und Mangoaromen im Glas hast.
Tipp zum Erschmecken:
Achte darauf, wie sich der Geschmack entwickelt. Zuerst kommt die helle Zitrusnote, dann entfaltet sich im mittleren Teil des Schlucks die tropische Mango-Süße.
Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten
Du liebst den Citra? Dann werden dich diese Sorten ebenfalls begeistern:
- Mosaic: Ebenfalls sehr fruchtig, aber mit einer zusätzlichen Note von Beeren und etwas mehr „Dichte“.
- El Dorado: Geht noch stärker in Richtung „süße Frucht“ (Wassermelone/Birne), ist aber weniger zitruslastig als Citra.
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