Hopfen-Porträt #7: Der sonnige Alleskönner – Amarillo

Der Amarillo ist wie ein Sommertag in einem Glas. Er wurde in den USA eher zufällig entdeckt (als „Wildwuchs“ im Garten), hat sich aber durch seine unnachahmliche Art schnell einen festen Platz unter den Top-Hopfensorten erobert.

​Der Steckbrief

  • ​Herkunft: USA (Washington State)
  • ​Typ: Aromahopfen
  • ​Alpha-Säure-Gehalt: ca. 8,0 – 11,0 % (mittlerer Bereich, vielseitig einsetzbar)
  • ​Charakter: Fruchtig, sonnig, sanft.

​Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?

​Während Citra eher „gelbe“ Früchte (Zitrus/Mango) betont, bringt der Amarillo eine wärmere, „orange“ Seite mit.

  • ​Orange: Er ist berühmt für seine deutliche Note nach Orangenblüten und frischer Orangenschale.
  • ​Steinobst: Aprikose und Pfirsich stehen hier im Vordergrund.
  • ​Floral: Ein feiner, blumiger Einschlag, der das Bier sehr elegant und weich wirken lässt.

Wo findet man ihn? (Der Praxistest)

​Amarillo glänzt in American Pale Ales (APA) und Wheat Ales (Weizenbieren). Er wird auch sehr gerne für „Dry Hopping“ (Hopfenstopfen) verwendet, da er so ein herrliches Aroma in die Nase bringt, ohne eine bittere Härte zu erzeugen.

​Tipp zum Erschmecken:

Achte auf den „Orangen-Vibe“. Ein Amarillo-Bier sollte dich an einen frisch gepressten Orangensaft erinnern, der aber trocken und eben wie ein Bier ausgebaut ist. Es ist einer der wenigen Hopfen, bei denen man die Fruchtigkeit fast „süß“ wahrnimmt, obwohl kein Zucker im Spiel ist.

​Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten

​Du magst den Amarillo für seine helle, fruchtige Art? Dann sind diese Sorten deine nächsten Freunde:

  • ​Cascade: Er ist zwar etwas herber und zitroniger, aber der direkte Verwandte in Sachen Zitrus-Charakter.
  • ​Mandarina Bavaria: Die deutsche Antwort auf den Amarillo! Sie bietet ebenfalls eine tolle Mandarinen-/Orangennote, wirkt aber oft noch einen Tick feiner und klarer.

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