Der Hallertauer Blanc ist der Beweis, dass deutsche Züchter nicht nur würzige Klassiker können, sondern auch mit den fruchtigen US-Sorten mithalten – und das auf eine sehr subtile, fast schon aristokratische Weise.
Der Steckbrief
- Herkunft: Deutschland (Hallertau)
- Typ: Aromahopfen
- Alpha-Säure-Gehalt: ca. 9,0 – 12,0 %
- Charakter: Fruchtig, trocken, elegant.
Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?
Wer einen Sauvignon Blanc mag, wird diesen Hopfen lieben. Er ist einer der wenigen Hopfen, bei denen man wirklich von „weinigen“ Noten spricht.
- Weißwein: Stachelbeere, weiße Trauben und Holunderblüte.
- Zitrus: Ein Hauch von Limette, aber sehr dezent.
- Trocken: Er wirkt im Glas nicht süßlich, sondern erfrischend „knackig“.
Wo findet man ihn? (Der Praxistest)
Er wird oft in „Hopfen-gehopften“ Lagerbieren oder modernen Pils-Varianten eingesetzt. Auch in einem „Session IPA“ macht er eine hervorragende Figur, weil er das Bier sehr leicht und spritzig wirken lässt.
Tipp zum Erschmecken:
Achte darauf, wie das Bier „ausklingt“. Wo Citra nach Mango-Süße schmeckt, wirkt der Blanc eher wie ein Glas trockener Weißwein. Er ist sehr „sauber“ und hinterlässt keine klebrige Fruchtigkeit auf der Zunge.
Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten
- Nelson Sauvin (Neuseeland): Das große Vorbild für den „Weißwein-Hopfen“. Er ist noch intensiver, aber der Blanc ist die hervorragende deutsche Antwort darauf.
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