Stella Artois – Vom saisonalen Weihnachtsbier zur globalen Marke

Veröffentlicht am 24. Dezember 2025 um 07:22

Stella Artois gehört heute zu den bekanntesten belgischen Bieren weltweit. Weniger präsent ist jedoch seine ursprüngliche Einordnung: Stella Artois wurde zunächst als Weihnachtsbier gebraut. Der Name „Stella“ – lateinisch für Stern – verweist auf den Weihnachtsstern und verdeutlicht den saisonalen Bezug des frühen Produkts.

Die Wurzeln der Brauerei reichen zurück bis ins Jahr 1366, als in Leuven die Den Hoorn-Brauerei gegründet wurde. 1708 trat Sébastien Artois als Braumeister ein und übernahm sie wenige Jahre später. Erst im frühen 20. Jahrhundert entstand jenes Bier, das den Namen seines Braumeisters mit dem weihnachtlichen Symbol verknüpfte. 1926 wurde erstmals „Stella Artois“ als eigenes Produkt zur Weihnachtszeit angeboten.

Das Bier unterschied sich damals von regulären, ganzjährig gebrauten Bieren: Es war als festliche Spezialität für den saisonalen Ausschank gedacht. Dass es sich verbreitete, lag nicht an Marketinginszenierungen, sondern an der hohen Nachfrage, die dazu führte, dass Stella Artois seine saisonale Begrenzung verlor. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Bier zunehmend durchgehend produziert und schließlich exportiert. Der charakteristische Stern im Logo erinnert bis heute an diesen Ursprung.

Heute ist Stella Artois nicht mehr als Weihnachtsbier bekannt, sondern als globale Lager-Marke, produziert in großem Umfang und in vielen Ländern erhältlich. Sein historischer Hintergrund zeigt jedoch, wie ein saisonales Produkt mit regionaler Bedeutung zu einem internationalen Standardbier werden konnte – getragen von Kontinuität, Markenführung und wachsender Nachfrage.

Zur Bewertung von Stella Artois>

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.