- Bierstil & Steckbrief
- Bierstil: Deutsches Helles / Export-Lager (nach klassischer Münchner Brauart)
- Alkoholgehalt: 4,9 % vol.
- Beschreibung: Ein süffiges, helles Vollbier, das geschmacklich so gar nichts mit einer cholerischen Flüche-Eruption zu tun hat. Es ist überraschend bodenständig, mild, vollmundig und erfrischend. Kurzum: Der perfekte Durstlöscher, wenn der Alltag mal wieder komplett "fucking hell" läuft.
- Die Idee dahinter – Oder: Wie man das EU-Markenamt an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringt. Man nehme drei deutsche Marketing-Köpfe (Hans-Jörg Schaller, Stefan Fellenberg und Florian Krause), setze sie auf ein Feierabendbier und frage sich: Was passiert eigentlich, wenn man das malerische, aber schrullige österreichische Dorf Fucking (heute Fugging) mit der deutschen Bezeichnung für ein helles Bier kreuzt? Das Ergebnis war ein genialer PR-Coup und der wohl härteste juristische Hürdenlauf der deutschen Braugeschichte. Das Europäische Markenamt (EUIPO) lehnte den Namen zunächst empört ab – von wegen anstößig, blasphemisch und überhaupt ganz ganz böse. Doch die Gründer blieben stur wie ein altes Brauereifass und konterten juristisch brillant: „Fucking“ ist schließlich ein reales österreichisches Nest (wo genervte Anwohner jahrelang ihre Ortsschilder einbetonieren mussten, weil die Touristen sie klauten) und „Hell“ ist schlicht und einfach die Farbe des Bieres. Nach jahrelangem juristischen Armdrücken gab Brüssel im März 2010 schließlich klein bei. Plötzlich durfte die Hölle in Flaschen gefüllt werden – frei nach dem herrlich ironischen Werbeslogan des Bieres: „Full of good intentions“ (Voller guter Absichten).
- Über die Brauerei & Macher
- Die Köpfe: Die Fucking Hell GmbH mit Sitz in Berlin, ins Leben gerufen von drei kreativen Marketing-Experten, die bewiesen haben, dass man mit dem richtigen Schalk im Nacken selbst die trockensten Behörden der EU knackt.
- Die Braustätte: Gebraut wird das Ganze streng nach dem deutschen Reinheitsgebot – nach Stationen in Baden wandert die Produktion heute im sächsischen Brauhaus Hartmannsdorf in die Flasche. Auf dem Etikett prangt übrigens liebevoll ein kleiner Engel, der dem Teufel am Bart zupft. Wenn das mal nicht ökumenisch ist!
- Preis & Verfügbarkeit
- Preis: Ca. 1,60 € bis 2,20 € pro 0,33-l-Flasche (je nach Shop, oft im stylischen 6er- oder 24er-Träger zu haben – ideal für die nächste bürokratische Krisensitzung).
- Verfügbarkeit: Weltweit ein absoluter Kult-Export! Erstaunlicherweise bekommt man das Bier nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern es hat sich – dank internationaler Fangemeinden – auch in Großbritannien, Japan und Thailand einen legendären Ruf erarbeitet.
- Nachweis & Quelle
- Offizielle Register & Dokumente: EU-Markenamt (EUIPO) / Beschwerdekammer, Aktenzeichen zur erfolgreichen Marktzulassung vom März 2010 nach vorheriger Ablehnung.
- Medien & Dokumentation: Ausführlich dokumentiert u. a. im SPIEGEL („EU-Markenamt: Bier darf 'Fucking Hell' heißen“), bei WELT sowie in diversen Fachportalen der Brau- und Design-Szene.
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