Wenn du jemanden überzeugen willst, dass deutsches Bier auch fruchtig sein kann, ist der Mandarina Bavaria dein bester Freund. Er wurde 2012 offiziell vorgestellt und war einer der ersten deutschen „Flavor-Hopfen“, der den Fokus komplett auf eine spezifische Frucht legte.
Der Steckbrief
- Herkunft: Deutschland (Hallertau)
- Typ: Aromahopfen
- Alpha-Säure-Gehalt: ca. 7,0 – 10,0 %
- Charakter: Fruchtig, sommerlich, spritzig.
Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?
Wie der Name schon vermuten lässt, ist dieser Hopfen eine Hommage an die Mandarine. Er ist weniger „tropisch-süß“ als ein Citra, sondern eher „frisch-fruchtig“.
- Zitrus: Intensive Noten von Mandarine und süßer Orange.
- Fruchtig: Ein Hauch von Erdbeere schwingt oft im Hintergrund mit.
- Spritzig: Er wirkt im Bier sehr frisch und belebend.
Wo findet man ihn? (Der Praxistest)
Er passt perfekt zu modernen Interpretationen von Weizenbieren, aber auch zu leichten Pale Ales. Er wird gerne eingesetzt, um dem Bier ein „Sommer-Gefühl“ zu verleihen, ohne dass es zu schwer oder harzig wird.
Tipp zum Erschmecken:
Beim Mandarina Bavaria sollte die Fruchtigkeit nicht „klebrig“ wirken. Suche nach dieser spezifischen, leicht herben Note einer Mandarinenschale. Wenn das Bier beim Riechen eine klare, fast hell-orangene Fruchtigkeit hat, die beim Trinken in eine sanfte, trockene Bitterkeit übergeht, hast du ihn gefunden.
Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten
- Amarillo: Wie bereits erwähnt, der wohl engste Verwandte, wenn es um die Orangen-Aromatik geht.
- Huell Melon: Ebenfalls ein moderner deutscher Hopfen, der in eine ähnliche fruchtige Richtung geht, aber eher an Honigmelone erinnert.
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