Wenn der Cascade der Pionier war, dann hat der Centennial dessen Erbe perfektioniert. Er wurde 1990 veröffentlicht und hat seither eine feste Bank in der amerikanischen Braukunst. Er ist kräftiger als der Cascade, behält aber diese wunderbare, klare Zitrus-Direktheit bei.
Der Steckbrief
- Herkunft: USA (Washington State)
- Typ: Aromahopfen (mit sehr guter Bittere)
- Alpha-Säure-Gehalt: ca. 9,5 – 11,5 % (höher als beim Cascade)
- Charakter: Zitruslastig, blumig, präsent.
Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?
Centennial ist ein „echter“ Hopfen. Er spielt nicht mit versteckten exotischen Nuancen, sondern liefert ab, was auf der Packung steht:
- Zitrus: Ein sehr ausgeprägter, sauberer Grapefruit-Charakter.
- Floral: Deutlich blumiger als der Cascade, oft mit Noten von Frühlingsblumen.
- Würzig: Ein dezenter, sauberer Hintergrund, der dem Hopfen Struktur verleiht.
Wo findet man ihn? (Der Praxistest)
Centennial ist eine Hauptzutat in den berühmten „Two Hearted“-Stilen (einem legendären IPA aus den USA) und findet sich in unzähligen American IPAs und Pale Ales. Er ist ideal, wenn man eine klare, unmissverständliche Hopfen-Note möchte, die das Bier strahlen lässt.
Tipp zum Erschmecken:
Wenn du ein IPA trinkst, das dich an eine frische, geschälte Grapefruit erinnert, aber dazu noch einen blumigen Unterton hat, ist Centennial meist der Hauptakteur. Er wirkt „breiter“ und „lauter“ als der Cascade, aber niemals so süßlich wie ein Citra. Er ist der Inbegriff eines soliden, perfekten US-IPA-Aromas.
Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten
- Cascade: Der direkte Verwandte, nur eben „leiser“ und sanfter.
- Columbus: Wenn du den Centennial für seine Zitrus-Power magst, aber noch mehr „Punch“ und Würze suchst, ist Columbus die nächste Stufe.
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