Der El Dorado ist ein Paradebeispiel für die „moderne US-Welle“. Er wurde erst 2010 eingeführt und hat sich durch sein extrem intensives, süß-fruchtiges Profil sofort in die Herzen der Brauer weltweit gespielt. Er ist quasi das Gegenteil von den harzigen Klassikern wie Chinook.
Der Steckbrief
- Herkunft: USA (Washington State)
- Typ: Aromahopfen (mit ordentlich Alpha)
- Alpha-Säure-Gehalt: ca. 13,0 – 16,0 %
- Charakter: Süß-fruchtig, intensiv, „candy-like“.
Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?
El Dorado ist einzigartig, weil er eine Fruchtigkeit mitbringt, die man eher mit Süßigkeiten oder reifen Sommerfrüchten verbindet als mit klassischer Zitrus-Herbheit.
- Tropisch: Sehr starke Noten von Ananas und Mango.
- Steinobst: Reifer Pfirsich und Aprikose.
- Süßlich: Er hat eine fast schon „kandierte“ Note, die an Birnenbonbons oder Wassermelone erinnert.
Wo findet man ihn? (Der Praxistest)
Er ist ein Star in New England IPAs (NEIPAs) und Hazy IPAs. Da er so ein starkes, süßlich-fruchtiges Aroma hat, wird er oft genutzt, um die „Saftigkeit“ eines Bieres zu unterstreichen, ohne dass man dafür mit Früchten brauen muss.
Tipp zum Erschmecken:
Wenn du ein Bier trinkst, bei dem du das Gefühl hast, es schmeckt fast nach Ananassaft oder Gummibärchen, ohne dass Zucker zugesetzt wurde – dann ist sehr wahrscheinlich El Dorado dabei. Er ist „lauter“ und „süßer“ in der Wahrnehmung als ein Citra.
Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten
- Huell Melon: Geht auch in die süß-fruchtige Richtung (Melone/Erdbeere), ist aber feiner und weniger intensiv als der El Dorado.
- Azacca: Ebenfalls sehr tropisch, erinnert oft an Mango und Ananas – ein direkter Konkurrent in der „Tropen-Liga“.
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