Hopfen-Porträt #21: Der Exot – Sabro

Wenn man den Sabro zum ersten Mal riecht, denkt man oft nicht an Bier, sondern an einen tropischen Cocktail oder ein Dessert. Er ist ein „Wild Card“-Hopfen, der extrem viel Charakter mitbringt. Wer ihn liebt, nutzt ihn als Highlight; wer ihn nicht mag, findet ihn zu aufdringlich.

​Der Steckbrief

  • ​Herkunft: USA (New Mexico – „Neomexicanus“-Genetik)
  • ​Typ: Aromahopfen
  • ​Alpha-Säure-Gehalt: ca. 12,0 – 16,0 %
  • ​Charakter: Kokosnuss, tropisch, cremig.

​Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?

​Sabro ist für seine Einzigartigkeit bekannt. Er bietet eine Komplexität, die bei kaum einem anderen Hopfen zu finden ist:

  • ​Kokosnuss: Das absolute Markenzeichen. Man meint fast, man hätte Sonnencreme im Glas (positiv gemeint!).
  • ​Tropisch: Ananas und Mango.
  • ​Würziger Unterton: Er hat eine sehr subtile Note von Zeder oder Minze, die den Hopfen trotz der Fruchtsüße erdet.
  • ​Cremig: Er verleiht dem Bier oft ein fast „milchiges“ oder „smoothie-artiges“ Mundgefühl.

Wo findet man ihn? (Der Praxistest)

​Sabro ist ein Liebling der Hazy IPA-Szene. Er passt hervorragend in Biere mit viel Haferanteil (Oat Cream IPAs), weil die Cremigkeit des Malzes die Kokosnote des Hopfens perfekt unterstreicht.

​Tipp zum Erschmecken:

Wenn das Bier nach „Pina Colada“ riecht oder eine deutliche Kokosnuss-Note hat, dann ist Sabro am Werk. Es ist ein sehr „lauter“ Hopfen, der das Bier sofort dominiert. Man erkennt ihn sofort, weil er eben nicht nach der typischen Grapefruit-Zitrus-Welle schmeckt.

​Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten

  • ​Talus: Er hat ebenfalls eine sehr ungewöhnliche, „moderne“ Note (oft rosenartig/tropisch) und ist wie der Sabro ein Hopfen, der polarisiert.
  • ​Idaho 7: Auch sehr komplex und tropisch, aber ohne die ausgeprägte Kokosnote.

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.

Erstelle deine eigene Website mit Webador