Hopfen-Porträt #25: Der sanfte Fruchtige – Huell Melon

Der Huell Melon ist fast schon ein bisschen „exzentrisch“ für deutsche Verhältnisse. Er ist nicht laut und harzig wie seine US-Kollegen, sondern überzeugt durch eine ganz spezifische, fast schon weiche Fruchtigkeit, die ihn im Glas unverwechselbar macht.

​Der Steckbrief

  • ​Herkunft: Deutschland (Hallertau)
  • ​Typ: Aromahopfen
  • ​Alpha-Säure-Gehalt: ca. 6,0 – 8,0 %
  • ​Charakter: Fruchtig, mild, süßlich.

​Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?

​Sein Name ist Programm. Er bringt eine Aromatik mit, die bei vielen Biertrinkern sofort Assoziationen zu sommerlichen Obstgärten weckt.

  • ​Fruchtig: Die namensgebende Note von reifer Honigmelone steht absolut im Zentrum.
  • ​Beeren: Oft schwingt eine Note von Erdbeere oder weißem Pfirsich mit.
  • ​Sanft: Er ist sehr mild in der Bittere und wirkt dadurch „rund“ und wenig kantig.

Wo findet man ihn? (Der Praxistest)

​Huell Melon findet man häufig in modernen Weizenbieren, hellen Ales oder auch in sogenannten „Fruit Wheat Ales“. Er wird auch gerne genutzt, um leichten Sommerbieren eine besondere Note zu geben, ohne dass das Bier zu „hopfig“ oder „bitter“ wirkt.

​Tipp zum Erschmecken:

Wenn du ein Bier trinkst und denkst: „Das schmeckt aber ungewöhnlich weich und fruchtig, fast wie ein Obstbonbon oder eine frische Melone“, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Huell Melon im Spiel. Er wirkt viel weniger „aggressiv“ als ein Galaxy oder El Dorado und hat eine fast schon elegante, subtile Süße.

​Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten

  • ​Mandarina Bavaria: Der „große Bruder“ in Sachen Frucht-Revolution aus Deutschland. Mandarina ist jedoch deutlich zitruslastiger (Mandarine), während Huell Melon eher in die „weiche“ Obstecke (Melone/Beere) geht.
  • ​Summer: Ein australischer Hopfen, der ebenfalls sehr subtil und fruchtig-fein ist.

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