Der Callista (griechisch für „die Schönste“) ist erst seit 2016 auf dem Markt. Er wurde gezüchtet, um eine Brücke zwischen der deutschen Tradition und den modernen Anforderungen der Craft-Beer-Szene zu schlagen. Er ist nicht so „laut“ wie die US-Sorten, dafür aber umso nuancierter.
Der Steckbrief
- Herkunft: Deutschland (Hallertau)
- Typ: Aromahopfen
- Alpha-Säure-Gehalt: ca. 2,0 – 5,0 % (sehr dezent)
- Charakter: Fruchtig, sommerlich, sehr fein.
Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?
Callista überzeugt nicht durch Wucht, sondern durch eine klare, definierte Fruchtigkeit, die sehr sauber wirkt.
- Steinobst: Vor allem Aprikose und Pfirsich stehen im Vordergrund.
- Beeren: Eine subtile Note von roten Beeren oder Johannisbeere.
- Zitrus: Ein Hauch von Grapefruit, aber sehr zurückhaltend und elegant.
- Harmonie: Er wirkt im Bier sehr ausgewogen und unterstützt das Malz, statt es zu überlagern.
Wo findet man ihn? (Der Praxistest)
Er ist ein toller Allrounder für Lagerbiere, Session IPAs oder moderne Weizenbiere. Wenn ein Brauer ein Bier möchte, das „modern“ schmeckt, aber nicht die klassische „IPA-Bitterkeit“ hat, ist der Callista eine perfekte Wahl.
Tipp zum Erschmecken:
Achte auf die feine, fast „weinartige“ Fruchtigkeit. Während ein El Dorado nach Ananas-Bonbons schmeckt, schmeckt ein Callista eher nach einem frischen, sommerlichen Obstsalat aus dem eigenen Garten. Er hat eine gewisse Eleganz, die sehr erfrischend ist und nicht „nachklingt“.
Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten
- Huell Melon: Geht in eine ähnliche, sanfte Richtung, ist aber oft noch etwas „meloniger“ als der aprikosenlastige Callista.
- Cashmere (USA): Hat auch diese weiche, fruchtige Komponente, ist aber meist noch etwas intensiver und komplexer.
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