Hopfen-Porträt #26: Die elegante Frucht – Callista

Der Callista (griechisch für „die Schönste“) ist erst seit 2016 auf dem Markt. Er wurde gezüchtet, um eine Brücke zwischen der deutschen Tradition und den modernen Anforderungen der Craft-Beer-Szene zu schlagen. Er ist nicht so „laut“ wie die US-Sorten, dafür aber umso nuancierter.

​Der Steckbrief

  • ​Herkunft: Deutschland (Hallertau)
  • ​Typ: Aromahopfen
  • ​Alpha-Säure-Gehalt: ca. 2,0 – 5,0 % (sehr dezent)
  • ​Charakter: Fruchtig, sommerlich, sehr fein.

​Das Aromaprofil: Wie schmeckt er?

​Callista überzeugt nicht durch Wucht, sondern durch eine klare, definierte Fruchtigkeit, die sehr sauber wirkt.

  • ​Steinobst: Vor allem Aprikose und Pfirsich stehen im Vordergrund.
  • ​Beeren: Eine subtile Note von roten Beeren oder Johannisbeere.
  • ​Zitrus: Ein Hauch von Grapefruit, aber sehr zurückhaltend und elegant.
  • ​Harmonie: Er wirkt im Bier sehr ausgewogen und unterstützt das Malz, statt es zu überlagern.

Wo findet man ihn? (Der Praxistest)

​Er ist ein toller Allrounder für Lagerbiere, Session IPAs oder moderne Weizenbiere. Wenn ein Brauer ein Bier möchte, das „modern“ schmeckt, aber nicht die klassische „IPA-Bitterkeit“ hat, ist der Callista eine perfekte Wahl.

​Tipp zum Erschmecken:

Achte auf die feine, fast „weinartige“ Fruchtigkeit. Während ein El Dorado nach Ananas-Bonbons schmeckt, schmeckt ein Callista eher nach einem frischen, sommerlichen Obstsalat aus dem eigenen Garten. Er hat eine gewisse Eleganz, die sehr erfrischend ist und nicht „nachklingt“.

​Verwandte Seelen: Ähnliche Hopfensorten

  • ​Huell Melon: Geht in eine ähnliche, sanfte Richtung, ist aber oft noch etwas „meloniger“ als der aprikosenlastige Callista.
  • ​Cashmere (USA): Hat auch diese weiche, fruchtige Komponente, ist aber meist noch etwas intensiver und komplexer.

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