Das Helle Eilazwerch (2025)

Veröffentlicht am 21. Februar 2025 um 23:45

1. Beschreibung des Biers

Das „Eilazwerch Helles“: Das Erwachen aus dem Wald.

Manche Legenden besagen, dass dieses Helle tief unter dem Eilaberg bei Pressig entstanden ist, in einem uralten, von Wurzeln umschlungenen Stollen. Das Etikett trägt das Gesicht eines Waldschrats – vielleicht der Hüter, der über die Ruhe wacht. Dieses Helle ist ein klassisches, tückisch süffiges Lagerbier, das nur darauf wartet, die Stille zu durchbrechen. Es ist ein flüssiger Gruß aus den Wäldern vom Eilaberg zwischen Neukenroth und Pressig.

​2. Zutaten (für 20 Liter)

  • Malz: 4,0 kg Pilsner Malz, 0,2 kg Münchener Malz.
  • Hopfen: 30 g Hallertauer Tradition (Bittergabe), 15 g Hallertauer Mittelfrüh (Aromagabe).
  • Hefe: Untergärige Lagerhefe (z. B. Saflager W-34/70).
  • Karbonisierung: ca. 100 g Traubenzucker (für die Flaschenabfüllung).

​3. Daten des Biers

  • Stammwürze: 11,5 – 12,0 °P
  • Alkoholgehalt: ca. 4,8 % vol.
  • Bitterkeit: 18 – 22 IBU
  • Karbonisierung: 5,0 – 5,2 g/l CO₂
  • Trinkcharakter: Süffig, klar, heimatverbunden, „tückisch“ in seiner Trinkbarkeit.

​4. Rezept für Dummis (mit Abfüllung)

  1. Das Erwecken (Maischen): Einmaischen bei 57 °C. Heize auf 63 °C auf und halte die Maltoserast für 45 Minuten. Danach auf 72 °C erhöhen und für 20 Minuten zur Verzuckerung halten. Zum Schluss auf 78 °C zum Abmaischen erwärmen.
  2. Läutern: Trenne die Maische vom Treber und spüle mit heißem Wasser nach, bis du ca. 25 Liter Würze im Kochtopf hast.
  3. Der Kampf (Kochen): Koche die Würze für 75 Minuten kräftig.
    • Bei 75 Minuten Restzeit (Beginn des Kochens): Gib die 30 g Hallertauer Tradition in den Topf. Ein Schlag, der die Süße des Malzes im Zaum hält.
    • Bei 10 Minuten Restzeit: Gib die 15 g Hallertauer Mittelfrüh dazu. Ein feiner, blumiger Hauch, der sich wie der Nebel über den Eilaberg legt.
  4. Die Ruhe (Gärung): Kühle den Sud auf 10 °C ab und gib die untergärige Lagerhefe hinzu. Lass ihn in der Dunkelheit bei konstanter Temperatur für zwei Wochen in Ruhe arbeiten.
  5. Die Reifung (Das Siegel): Das ist das Wichtigste: Das Bier muss bei nahe 0 °C für mindestens 6 Wochen schlafen. Nur so klärt sich der Trank zu seiner legendären Reinheit.
  6. Abfüllung: Löse den Traubenzucker (ca. 100 g auf 20 l) in etwas Wasser auf, mische ihn unter das fertige Bier und fülle in Flaschen ab.

​Abschluss

​Warnung: Dieses Helle ist tückisch süffig. Wer zu schnell trinkt, vergisst schnell die Welt um sich herum. Wenn du dieses Bier öffnest, weckst du nicht nur ein Getränk, sondern den Geist der alten Eilaberg-Stollen. Genieße die Klarheit in guter Gesellschaft, bevor der Wald dich wieder verschluckt. „Nyeh-heh-heh!“ (oder eher: „Psst... hörst du den Eilazwerch?“)

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