- Name: Tutankhamun Ale (Großbritannien / Ägypten)
- Bierstil mit kurzer Beschreibung: Ein archäologisches Spezial-Ale mit ca. 6,0 % vol. Alkohol. Ein trübes, goldfarbenes Gebräu mit einem reichhaltigen, malzigen, leicht fruchtigen Geschmack und einer Note, die Tester eher an einen schweren Chardonnay als an ein herkömmliches Feierabendbier erinnerte.
- Die Idee dahinter / Beweggrund: Wissenschaftlicher Ehrgeiz gepaart mit genialem PR-Geschick. Archäologen und Archäobotaniker (darunter der berühmte Ägyptologe Barry Kemp von der Universität Cambridge) untersuchten mittels Elektronenmikroskopen und Tonkrug-Röntgenbildern Bierrückstände aus einer über 3.500 Jahre alten Sonnenkönigin-Brauerei in Amarna. Als sie herausfanden, wie Pharaonen und Arbeiter damals Gerste, Emmmerweizen und Koriander verarbeiteten, heuerten sie kurzerhand Großbritanniens größte Brauerei an, um den Grabfund flüssig wiederauferstehen zu lassen.
- Über die Brauerei / den Brauer: Dahinter stand der britische Brauereigigant Scottish & Newcastle, der in Zusammenarbeit mit den Cambridge-Forschern einen wahren Höllenaufwand betrieb – so musste der seltene Ur-Emmerweizen extra mühsam beschafft und in England kultiviert werden.
- Preis & Verfügbarkeit: Extrem limitiert und längst vergriffen. Im Jahr 1996 wurden gerade einmal 1.000 Flaschen gebraut. Die erste Flasche wurde damals über das Londoner Nobelkaufhaus Harrods für stolze 50 britische Pfund versteigert – was für die damalige Zeit eine absolute astronomische Summe für ein Bier war. Heute schlummern die letzten verbliebenen Flaschen in Museen (wie dem Science Museum Group Collection) oder streng gehüteten Sammlerkellern.
- Nachweis / Quelle: Offiziell dokumentiert in den Beständen des Science Museum London, in den Forschungsakten der Cambridge-Ausgrabungen sowie in weltweiten Medienberichten über eines der bizarrsten und wissenschaftlich fundiertesten Brau-Experimente der Moderne.
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