Die afrikanische Biermutter
In einem Dorf am Rand der Savanne, so erzählen es die Alten, war es lange Zeit Aufgabe der Frauen, das Korn zu bewahren. Hirse und Sorghum lagen in geflochtenen Körben, geschützt vor Regen und Hitze. Eine von ihnen, deren Name längst vergessen ist, beobachtete das Korn genauer als die anderen. Sie bemerkte, dass gekochter Brei, der einige Tage stehen blieb, sich veränderte. Er wurde säuerlich, lebendig, begann zu arbeiten. Statt ihn wegzuschütten, verdünnte sie ihn mit Wasser und ließ ihn weiter ruhen. Als sie davon trank, merkte sie, dass er nicht krank machte, sondern stärkte. Sie braute erneut – diesmal bewusst.
Erstelle deine eigene Website mit Webador